aktuell
Baumwolle und Längsstreifen
Die Jahre nach der Vereinsgründung

- (1) Das Weiße
- Foto: Union-Programm
Am Anfang wurde recycelt. Als der 1.FC Union Berlin am 20.01.1966 gegründet wurde, ging der Zeugwart in die Kleiderkammer, nahm die alten TSC-Sachen, und nähte sorgsam überall die neuen Vereinszeichen auf.

- (2) Ralf Quest im Gestreiften
- Foto: Union-Programm
In seinem Fundus fand er einmal Weiß und einmal Rot, das konnte man dann beliebig kombinieren, zusätzlich gab es noch ein sehr schickes gestreiftes Leibchen. Alle drei Varianten hatten einen zeitgemäßen Kragen und wurden in dieser Form auch von mutmaßlich allen anderen DDR-Mannschaften getragen, lediglich die Farbe variierte.

- (3) Das Rote
- Foto: Union-Programm

- (4) Der Arsenal-Look
- Foto: Union-Programm
In der Saison 1967/68 taucht erstmals der flotte, frech vom FC Arsenal abgekupferte Look auf (4). Dieses Trikot wird heute gerne als Replika verkauft. Sehr ähnlich, aber eben nicht gleich, trägt es Klaus Korn (5).

- (5) Ganz deutlich - blau
- Foto: Union-Programm
Der letztere ist nämlich, deutlich zu sehen - blau. Außerdem hat er einen spitzen Kragen und das farbige Bündchen am Ärmel fehlt. Ob hier jemand heimlich einen Bezug zu Union Oberschöneweide herstellen wollte, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.
Beide Trikotsätze hielten bis Anfang der siebziger Jahre.

- (6) Nicht das Pokalsiegertrikot - jedenfalls nicht von Union
- Foto: Union-Programm
Nun ist es heute auf den monochromen Scans nur noch zu erraten und man ist den Informationen des Autoren ausgeliefert, aber auch Hajo Betke trägt die Farben von Union Oberschöneweide (6).
Wesentlich bekannter ist dieses Trikot, oder zumindestens sein ähnlicher Verwandter, natürlich in Rot-Weiß, es handelt sich um das Bekleidungsstück, in dem der 1.FC Union Berlin mit dem FDGB-Pokal seinen einzigen überregionalen Titel gewann.

- (7) Das Pokalsiegertrikot - hier als Replika
- Foto: Union-Programm
Außer der anderen Farbgebung gab es noch Unterschiede im Detail, so trägt Hajo Betke einen weißen Kragen, beim Pokalsiegertrikot war der Kragen rot, außerdem waren die Streifen anders sortiert. (7)

- (8) Ulrich Prüfke ist invers
- Foto: Union-Programm
Auf der Mannschaftsbild der Saison 1966/67 präsentiert das Team den schon bekannten Arsenal-Look invers, aber ohne abgesetzten Saum. Die Qualität des Scans und der das Foto präsentierenden Neuen Berliner Illustrierten (NBI) täuschen hoffentlich hinsichtlich des tatsächlichen Rottons.

- (9) Auch nicht hübsch
- Foto: Union-Programm
Eine Variante aus dem DDR-Baukasten, die viele Jahre getragen wurde.

- (10) Klaus Korn 1969
- Foto: Union-Programm
In einem nicht ganz so alltäglichen Modell präsentiert sich Klaus Korn 1969 (10). Die Streifenanordnung ist für DDR-Modelle eigentlich nicht typisch und wenn Foto und Scan nicht täuschen, ist hier gar ein bisschen Glanz im Spiel?

- (11) Bernd Müller 1971
- Foto: Union-Programm
Ebenfalls Ende der 60er Jahre tauchte ein unraffiniertes rotes Leibchen auf, ohne Kragen und mit spitzem Ausschnitt, dass hier 1971 von Bernd Müller getragen wird (11).

- Harald Betke
- Foto: Union-Programm
Etwas gestalteter trägt dann wieder Harald Betke auf, dem man zwei parallele, diagonale Streifen spendiert hat.

- (13) Ulrich Prüfke 1969
- Foto: Union-Programm
Auf der Mannschaftsbild zur Saison 1969/70 präsentiert man sich altbacken mit spitzem weißen Ausschnitt, eher etwas für die 50er Jahre (13).
Am Weltniveau
Die Siebziger

- (15) Rot mit weißem Streifen - hier als Replika
- Foto: Union-Programm
Die 70er Jahre brachten dem Verein ein paar äußerst gelungene Designs.
Natürlich waren auch diese Trikots Standardprodukte aus DDR-Produktion, natürlich fand man auch diese, in entsprechend anderen Farben, bei allen anderen DDR-Mannschaften, aber irgendwie bewegte sich die einheimische Produktion zumindestens optisch auf der Höhe der Zeit.

- (16) Achim Sigusch 1978
- Foto: Union-Programm
Viele dieser Trikots wirken heute noch oder wieder ansprechend, und sind, wie das hier links abgebildete, als Replika erhältlich (15).
Auch Achim Sigusch trägt fesch auf, das rote Trikot mit dem extravaganten Kragen wurde in den siebziger Jahren mit weißem Ärmelstreifen getragen (16), ohne diese avancierte es dann zu einem Klassiker der frühen 80er.

- (17)
- Foto: Union-Programm
Aber natürlich gab es auch in diesen Zeit Langweiler und viele Belanglosigkieten. Ob Rot mit breiten weißen Bündchen (17), oder mit weißen Ärmeln (18), ein ganz weißes (19), ein ganz rotes (20), keines dieser Leibchen hat einen großen Wiedererkennungswert, "zeitlos" ist hier nicht als Lob gemeint, sondern eine Erinnerung an das damals verspürte Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben.

- (18) Karsten Heine
- Foto: Union-Programm
Gerade Karsten Heine trägt ja ein Trikot, welches in dieser Form vermutlich noch 1990 aus der Werkhalle irgendeines ostdeutschen Obertrikotagenherstellers ausgeliefert wurde (18).

- (19) Ulrich Werder 1975
- Foto: Union-Programm

- (20)
- Foto: Union-Programm

- (23)
- Foto: Union-Programm

- (21) Rolf Weber als Harlekin verkleidet
- Foto: Union-Programm
Dafür tauchte dann Mitte der siebziger Jahre mit diesem, hier nur schwer erkennbaren, Harlekin-Look etwas ganz ausgefallenes auf (21). Kaum nachvollziehbar, wie man die Entscheidungsträger in der DDR-Produktion zu solch einem aufwändigen Design getrieben hatte. Kaum vorstellbar auch, dass man offenbar Maschinen hatte, die so etwas konnten. Wahrscheinlich war es ein Rückläufer aus der Export-Produktion.

- (24) Achim Sigusch (vorn) und Lutz Hendel
- Foto: Union-Programm
In den siebziger Jahren tauchte auch dieses hier leider nur schwarzweiß abgebildete Trikot auf (24). Achim Sigusch und Lutz Hendel tragen ein weißes Union-Trikot mit rundem Kragen und einem senkrechten blau-roten Balken. Zweifelsohne sehr attraktiv, kommt das Auftauchen der Farbe Blau zu diesem Zeitpunkt sehr übberaschend.

- (25)
- Foto: Union-Programm
Die blauen Vereinsfarben von Union Oberschöneweide wollte man zu DDR-Zeiten ganz sicher nicht zitieren und dass der FC Bayern München in ganz ähnlichen Trikots zur gleichen Zeit glorreiche Europapokalsiege feierte, wird ja wohl auch kaum ein Grund gewesen sein.

- (26)
- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- (30)
- Foto: Union-Programm

- (31)
- Foto: Union-Programm
Eine weitere Variante des an den FC Arsenal mahnenden Trikotdesign wird hier aufgetragen (31). Zwei hier nicht zu erkennende rote Streifen auf den Ärmeln, auch der Kragen leicht modifiziert im Vergleich zu (4), (5) und (18).

- (33) Olaf Reinhold
- Foto: Union-Programm
Olaf Reinhold wiederum posiert in einem Klassiker des DDR-Obertrikotagenprogramms: einfarbig, mit diagonal gestreiftem Oberteil, hier schönerweise in Weiß mit Rot (33). Schon Ende der siebziger Jahre wurde dieses Outfit getragen, nun präsentierte es die Mannschaft 1983 auf dem offiziellen Mannschaftsbild.
Strickwaren und Nadelstreifen
Die 80er Jahre

- (34)
- Foto: wuhlheide79.de
In den achtziger Jahren dominierten anfangs langweilige und unansehnliche Trikots. Lutz Möckel trägt ein Leibchen aus dem Turnunterricht (34), auf der gegenüberliegenden Seite das wohl hässlichste Produkt der DDR-Turnbekleidungsproduktpalette.

- (35)
- Foto: Union-Programm

- (36) Lutz Möckel 1982
- Foto: Union-Programm
Lutz Möckel trägt hier ein in der DDR selten gesehenes Design (36).

- (38) Olaf Reinhold
- Foto: Union-Programm
Spät, erst Anfang der achtziger Jahre, taucht das aus (18) bekannte Trikot in seiner inversen Variante auf.

- (39)
- Foto: Union-Programm
Hier nocheinmal zwei besunders misslungene Produkte aus DDR-Produktion. Optisch beide ähnlich unattraktiv, ist (39) die noch etwas schlechtere Wahl, wurde es doch in der Oberliga jahrelang vor allem in weinrot präsentiert.

- (40)
- Foto: Union-Programm

- (41)
- Foto: Union-Programm

- (42) Vorne dünne Rot, hinten Weiß
- Foto: triosfussballseite.de

- (44) Ingo Weniger
- Foto: Union-Programm
In merkwürdiger Op- und Haptik präsentierten sich diverse Trikots in den 80er Jahren. Sowohl Ingo Weniger (44) , später Norbert Trieloff (54) und André Hofschneider (55) scheinen hier Modelle aus der "Modische Maschen" aufzutragen.

- (45) Henry Treppschuh trägt Rot auf Weiß
- Foto: Union-Programm
Bei (44) zeigt sich zudem das erste Mal der Vereinsname des 1.FC Union gestickt auf der Brust, auch das wird sich bis zum Ende des Jahrzehnts durch die Kollektionen ziehen.
Auch dünne Streifen wurden in den achtziger Jahren gerne aufgetragen. Dabei gab es die Varianten "Diagonal" (42), "senkrecht Rot auf Weiß" (45), das inverse Gegenstück"senkrecht Weiß auf Rot" (46) und die ausgefallene Varainte "Rot auf Weiß und oben alles Rot" (48)

- (46) Das inverse Gegenstück
- Foto: Union-Programm

- (48) Ralf Sträßer sieht aus wie aus'm Westen
- Foto: Union-Programm

- (49) Holger Sattler spielt beim 1.FC Union Berlin
- Foto: Union-Programm
Wie schon bei (44) erwähnt, trug man in der zweiten Hälfte der 80er Jahre gerne den Vereinsnamen auf der Brust. Auch das traf dann natürlich wieder auf alle DDR-Oberliga-Vereine zu, und sollte wohl das ästhetische Gegenstück zur westdeutschen Trikotwerbung bilden. Für die Trikotmodelle (49) und (50) benutzte man offensichtlich die gleiche Vorlage.

- (50) eine weitere Variante mit der gleichen Druckschablone
- Foto: Union-Programm

- (51)
- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- (54) Norbert Trieloff
- Foto: Union-Programm

- (55) André Hofschneider
- Foto: Union-Programm

- (57) Das letzte aus der DDR
- Foto: Union-Programm
Als letztes Trikot aus DDR-Produktion trug die Mannschaft im Sommer 1989 dieses im Schnitt sehr unauffällige Modell, welches dennoch in Bezug auf das Material wieder etwas die Lücke zur restlichen Welt schloss. Aber das war dann ja auch egal.
Alles außer Umbro
Die Nachwendezeit

- (58)
- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm
Selten getragen wurde die etwas andere, etwas schickere Variante der damals aktuellen adidas-Kollektion, mit einem Schulterstreifen, wie sie hier André Sirocks gegen den FC Berlin trägt.

- (62)
- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- (70) André Hofschneider macht sich zum Kasper
- Foto: Union-Programm
Eine unfassbare Geschmacklosigkeit.
Natürlich hatte es auch vorher mehr als ein hässliches Trikot im Bestand des 1.FC Union Berlin gegeben, doch waren diese Trikots immer den kargen Angeboten der damaligen Textilproduktion entnommen. Für das, was André Hofschneider hier (70) trägt, gab es diese Ausrede aber nicht. Es gab gar keine Ausrede. Gibt es bis heute nicht.

- Foto: Union-Programm
Ansonsten waren die Leibchen aus dem erima-Katalog weitesgehend tragbar.

- Foto: Union-Programm
Mit Beginn der Saion 1992/93 trug der 1.FC Union Trikots des französischen Herstellers "Patrick", der seit einiger Zeit in den deutschen Markt drängte.
Gibby Mbasela trägt hier eine Variante mit blauem Dekor und großem Hersteller-Logo auf der Brust (74).

- (74) Gibby Mbasela in falschen Farben
- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- (79)
- Foto: Union-Programm
Mit Beginn der Saison 1994/95 wurde der 1.FC Union von der Firma Van Hemert Sport ausgerüstet. Der Vertrag wurde im März 1994 geschlossen, als der Aufstieg in den Profifußball winkte. Van Hemert lieferte ein etwas unruhiges rotes und ein schön schlichtes weißes Trikot.

- (80)
- Foto: Union-Programm
Legendär ist die Qualität bzw. vor allem Quantität des Stoffes, es war einfach sagenhaft, wie dünn man mittlerweile ausweben konnte.
Was immer der Ausrüstervertrag mit Van Hemert beinhaltete, er hinderte den Verein anscheinend nicht daran, alte Sachen aufzutrage, so dass Enica Matache hier ein Patrick-Trikot der letzten Saison mit der "Fehrmann"-Werbung von 1994/95 trägt.

- Foto: Union-Programm
Selbst auf dem Mannschaftsbild der Saison stehen die Spieler in Teamsportausrüstung von beiden Herstellern.

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm
Im Hacker-Sport-Griff
Die Diadora-Jahre

- (86) Diadora-Trikot mit Hacker-Sport-Aufdruck
- Foto: Union-Programm
Mit Beginn der Saison 1995/96 hatte Union einen Ausrüstervertrag, diesmal nicht direkt mit einem Oberbekleidungshersteller, sondern mit dem Sportartikelhändler "Hacker-Sport", der die Trikots des italienischen Hestellers "diadora" auch über "Fan-Shop Müller" unter die Fans brachte.
Union erhielt dafür die exorbitante Summe von 51.000,- DM (ca. 25.500 €) pro Jahr, man band sich für drei Jahre bis 1998.
In den Testspielen zierte "Hacker-Sport" auch die Brust der Spieler (86), in die reguläre Saison ging man dann ohne Trikotsponsor.

- (87) diadora mit weißem Zeichen
- Foto: Union-Programm
Es waren zwei Heimtrikots im Einsatz, die sich durch den (qualitativ äußerst miesen) Aufflock des Vereinszeichens unterschieden, einmal in Weiß (87), häufig auch in Schwarz (88).

- (88) Adnan Oçelli 1995 mit schwarzem Zeichen
- Foto: Union-Programm
Zusätzlich gab es die diadora-Leibchen in einer blauen Auswärtsvariante (89), damit begann eine kanpp zehnjährige Phase, in der die alten Farben von Union Oberschöneweide dem 1.FC Union Berlin als Ausweichlösung dienten.

- (89) das blaue diadora Auswärtstrikot
- Foto: Union-Programm

- (91) diadora mit schwarzem Vereinsflock und Hotel Nova - Schriftzug
- Foto: Union-Programm
Im März 1996 rückte Vorstandsmitglied Dubois mit seinem "Hotel Nova" als Sponsor auf die Union-Brust. Die schon existierenden Trikotsätze wurden mit dem höchst unprofessionell wirkenden Schriftzug notdürftig beflockt und gaben der Bekleidung den Anschein einer Thekenmannschaft bei einem Freizeitturnier.

- (92) diadora mit weißem Vereinsflock und Hotel Nova - Schriftzug
- Foto: Union-Programm

- (94) Gerald Klews 1994
- Foto: Union-Programm
Eine Kuriosität der diadora-Jahre bildete das schreiend bunte, an einen Wandteppich gemahnende Leibchen, das hier von Gerald Klews ohne, von Jens Härtel mit Werbung getragen wird. Dieses Trikot kam praktisch nur in den Spielen gegen Rot-Weiß Erfurt zum Einsatz, offensichtlich bedingt dadurch, dass Erfurt mit diadora den gleichen Ausrüster und auch den gleichen Trikotsatz spazieren trug. Warum man diese Problem nicht mit den Ausweichsätzen der Klubs, zumindestens der 1.FC Union hatte ja einen blauen (89), lösen konnte, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.

- (95) Jens Härtel
- Foto: Union-Programm
Wenigstens sieht der "Hotel Nova"-Flock etwas professioneller aus, und auch das Vereinszeichen ist der Monochrome-Falle entwichen. Warum aber der große Union-Fan Dubois für sein Unternehmen mit einem weinroten Schriftzug werben ließ...
Zweimal Pleite und zurück
Die Nike-Jahre und die Saller-Episode

- Foto: Union-Programm
Im März 1997 rettete ein neu geschlossener Ausrüstervertrag mit dem amerikanischen Sportartikelhersteller Nike dem Verein den Hals. Wenn auch heute (zu Recht) der Münchner Filmrechtehändler Michael Kölmel als Retter des 1.FC Union gilt, ohne Nike hätte es den Verein im Frühjahr 1998, als Kölmel einstieg, schon gar nicht mehr gegeben.
Nike handelte einen Ausrüstervertrag bis 2002 aus, der Verein trennte sich von Hacker-Sport und damit den Diadora-Leibchen. Die Amerikaner brachten mit "Karstadt-Sport" gleich noch einen neuen Trikotsponsor mit.

- Foto: Union-Programm
Im Zusammenhang mit mehreren Freundschaftsspielen gegen populäre, von Nike ausgerüstete Mannschaften, sollten "Event-Trikots" von Union und den jeweiligen Gastmannschaften in speziellen Union-Ecken bei Karstadt-Sport verkauft werden.

- Foto: Union-Programm
Nike griff in die Grabbelkiste und lieferte ein rotes Heim- sowie ein blaues Auswärtstrikot. In letzterem debütierte man dann auch Ende März im Heimspiel gegen den FC Berlin.
Mit "Karstadt-Sport" ging es auch in die Saison 1997/98, alleine, weder Nike noch Karstadt brachten genug Geld in die Kasse, das Überleben des Vereins zu sichern.

- (101) Ivica Simunec 1998
- Foto: Michael Schmidt
Noch vor dem Einstieg von Kölmel dann, kam es im Februar 1998 zum Einstieg der "Skandia"-Lebensversicherung, Karstadt-Sport verschwand vom Trikot und der neue Sponsor brachte kurzfristig zumindestens soviel Geld ein, um ausstehende und aktuelle Mannschaftsgehälter zahlen zu können.

- Foto: Union-Programm
In den roten Jerseys mit dem Skandia-Aufdruck spielte man die Saison zu Ende, zur folgenden, der Saison 1998/99 lieferte Nike dann eine gestreifte Variante, einmal in rot für die Heim-, und wieder als blaue Variante für die Auswärtsspiele. Beide Trikots hatten einen schwarzen Kragen und schwarze Bündchen. Zur Saison 1999/2000 wählte man aus der Nike-Standard-Kollektion ein rotes Trikot mit weißem Brustring und wiederum schwarzen Kragen und Bündchen.

- Foto: Union-Programm
Auf dem Mannschaftsbild zur Saison präsentierte sich das Team, hier Jens-Uwe Zöphel, noch ohne Brustsponsor.
Was sich in der Saison davor schon angedeutet hatte, wurde nun immer deutlicher: Nike hatte ein Problem mit Rot. Was auf Bildern und im TV noch recht ansprechend wirkte, ließ sich live nicht mehr leugnen. Dieses Rot war zu dunkel. Beim dunkelblauen Auswärtspendant war es emotionslos zu ertragen, aber Dunkelrot sollte sich nicht schleichend in die Vereinsfarben mischen.

- Foto: Union-Programm
Pünktlich zu Saionbeginn hatte man mit dem Berliner Müllentsorgungsmonopolisten BSR auch einen Trikotsponsor an Land gezogen, das orange Quadrat war natürlich ein ästhetischer Alptraum, wirkte auf dem weißen Brustring aber noch vergleichsweise human.

- Foto: Union-Programm
Dieses Trikot sowie das parallel dazu ausgelieferte, sehr dunkle, Auswärtstrikot sollten in den kommenden beiden Jahren die Spieler schmücken.
Zwei Jahre lang dominierte Union seine Liga, scheiterte im Jahr 2000 an der Relegation, um einen Sommer später in die 2.Bundesliga aufzusteigen.
Das Sahnehäubchen auf dieser Saison aber war das Erreichen des DFB-Pokalfinales gegen den FC Schalke 04. Aus diesem Anlass kam es zu einer im damaligen Unionforum angezettelten Initiative, die sich zum Pokalfinale ein Trikot ähnlich dem Pokalsiegertrikot von 1968 wünschte

- Foto: Union-Programm
Diese Idee wurde im Verein aufgegriffen, der Berg kreiste und gebar eine Maus. Das neue Trikot war immerhin senkrecht gestreift, ansonsten erinnerte aber nichts an den berühmten Vorgänger. Und das Rot war immer noch zum Weinen, es war halt nur nicht mehr soviel davon.

- Foto: Union-Programm
Dazu passend ein blau-schwarzes Auswärtstrikot aus der selben Maschine.

- (111) Heimtrikot 2002/03
- Foto: Union-Programm
Im Sommer 2002 beendete der 1.FC Union die Partnerschaft und wechselte zum Baden-Württembergischen Unternehmen "Sport-Saller". Der eher mittelständische Teamsport-Versandhandel hatte ein Jahr zuvor damit begannen, mit unter eigenem Markennamen hergestellten Textilien Profifußballclubs auszurüsten. In den Verhandlungen mit Union hatte Saller 40.000 € mehr als der bisherige Partner geboten.

- (112) Auswärtstrikot
- Foto: Union-Programm
Für den Unionfan hieß das, endlich wieder ein ordentliches Rot als Trikotfarbe tragen zu können, andererseits regte sich Fankreisen dreierlei Unmut: Erstens erinnerten sich viele daran, dass Nike dem 1.FC Union vor gar nicht allzu langer Zeit den Hals gerettet hatte, zweitens war das neue Leibchen zwar schön rot, mit seinem "Ich-trag-die-Nähte-heute-mal-außen"-Look aber nicht gerade eine Augenweide (111, 112) und drittens gab es die mehrheitlich jüngere Fraktion, in deren Augen "Saller-Sport" auf der Imageskala irgendwo in der Ecke "Reno", "Kik" und "NKD" agierte.

- (114) Heimtrikot 2003/04
- Foto: Union-Programm
Im darauffolgenden Jahr dann lieferte Saller ein durchaus gelungenes Heimtrikot mit senkrechten roten Streifen und roten Schultern (114) und ein Pyjamaoberteil als Pokaltrikot (115). Das blaue Auswärtstrikot blieb erhalten.

- (115) Teamkollektion für Übernachtungen
- Foto: Union-Programm
Das Image dieser drei Trikots litt aber diesmal weniger unter dem Design oder dem Ruf der Herstellermarke, vielmehr war es der darin erlittene Abstieg am Ende der Saison, der ihren Auftritt verdarb. Für das Pokaltrikot hieß das, dass man gegen einen zugegebener Maßen starken Gegner aus Leverkusen unter anderem deswegen ausschied, weil man die ersten Minuten des Spiels schlicht verschlief - logisch.

- (116) Benjamin Wingerter 2004
- Foto: Union-Programm
Am Ende der Saison 2003/04 war Union wieder in die Regionalliga abgestiegen und zwanzig(!) neue Spieler zwängten sich in die aktuelle Sommerkollektion. Auf dem Manschaftsbild und den offiziellen Spielerfotos trug man ein schöne schlichtes weißes Leibchen (116), das eigentliche Heimtrikot der Saison wurde dann ein rotes im typischen Saller-Look (117).

- (117) Das rote Heimtrikot 2004/05
- Foto: Union-Programm
Und weil zwei Trikots ja heute immer zu wenig sind, spendierte Saller noch einen Netzhautbrenner allererster Güte. Als Krönung kriegt die Warnweste zum Überziehen dann den Sponsor als Billigflock vorne drauf - fertig (118). Und auf dem Rasen die sportlich wohl katastrophalste Union-Saison aller Zeiten. Auch und natürlich im Pokal.

- (118) Gleisbauarbeiter at work
- Foto: Union-Programm
In der Tat war es nämlich völlig egal, was man in dieser Saison trug - man kriegte in praktisch jedem Spiel die Hucke voll.

- (119) Jack Grubert 2005
- Foto: Union-Programm
Und weil wir gerade so schön maulig haben durchblicken lassen, dass wir drei Trikots pro Saison eins zuviel finden, kriegen wir im nächsten Jahr - sieben. Juhu!
Es fängt ganz harmlos an. Jack Grubert posiert, wie alle anderen Spieler auch, im Trikot der Vorsaison. Auf der Brust jetzt, statt der örtlichen Müllentsorgung, ein Jugendmodegeschäft (119). So geht man auch das erste Spiel an.

- (120) Das zweite Heimtrikot
- Foto: Union-Programm
Dann fällt dem Sponsor auf, dass der Flock zwar hübsch, aber in der Praxis nicht zu erkennen ist. Also ändert man den Aufdruck, der Firmenname wird Weiß statt blau. Jetzt geht's (120). Alle schreien: “Ah!” und kaufen sich eine Jeans.

- (121) Karim Benyamina 2005
- Foto: www.unveu.de
Parallel dazu hat man zwei Ausweichtrikots am Start.
Das eine ist das schon aus der letzten Saison bekannte weiße Leibchen, jetzt natürlich auch mit neuem Sponsorenflock (121), das andere ist ein blaues im Saller-Einheitsdesign (123).

- (123) Das blaue Auswärtstrikot von Saller
- Foto: Union-Programm
Das sind aber erst vier. Es sind ja auch nur die vier Trikots aus der ersten Halbserie.

- (124) Nike ist zurück
- Foto: Union-Programm
Im November 2005 wurde der Vertrag zwischen Union und Saller überraschend beendet und mit Nike kehrte ein alter Bekannter als Ausrüster zurück. Der amerikanische Sportartikelgigant lieferte ein sehr schickes Leibchen, senkrecht gestreift mit leider wie immer zu dunklem Rot (124), und ein passendes Pendant in Blau/Schwarz (125).

- (125) Das Nike-Auswärtstrikot
- Foto: Union-Programm
Zählt jemand mit? Das sind jetzt sechs.

- (126) Steven Ruprecht 2006
- Foto: Michael Schmidt
Und wieder war der Sponsor unzufrieden. Auf dem Heimtrikot ließ sich der Schriftzug von "East&West", wie schon beim ersten Versuch der Saison, erneut nur schwer entziffern. Deshalb änderte man nocheinmal den Auftritt und reservierte auf der Brust ein weißes Rechteck, in dem sich dann der Sponsorenflock befand. Und damit hatte man nun das siebte Trikot für dieses Saison ins Rennen geworfer (126).

- Foto: Union-Programm

- (129)
- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm

- (133) Das neue Heimtrikot
- Foto: Union-Programm
In die Kiste mit den komplett einfallslosen Standardstücken griff man dann eine Saison später. Heraus kam etwas weißes mit ein wenig Rot. Jetzt fühlte man sich schon ein wenig in die DDR-Zeiten zurückgebombt, denn natürlich trugen alle von Nike usgerüsteten Mannschaften unterhalb von Arsenal und Barcelona dieses Trikot.

- (134) Texas nimmt Abschied
- Foto: Union-Programm
Immerhin konnte man sich eines grafisch sehr gelungenen Sponsorenflocks erfreuen. Und, auch nicht unwichtig, mit "Silicon Sensor" schmückte erstmals seit Jahren wieder einmals ein Oberschöneweider Industrieunternehmen die Union-Brust.
Leider außer Konkurrenz trat man im November 2007 zum Abschied von Daniel Teixeira an. Statt des eben erwähnten Sponsors trat man mit "u.n.v.e.u." auf der Brust an.

- (135) Altes Trikot - neuer Sponsor
- Foto: Union-Programm
Worauf man in dieser Saison komplett verzichtete, waren neue Auswärt- oder Pokaltrikots, statt dessen hatte man das gestreifte vom letzten Jahr flott gemacht und mit aktuellem Flock versehen.
Und für ein einzelndes Pflichtspiel wechselte man dann noch einmal den Sponsor.

- (136) was sonst?
- Foto: Union-Programm
"Silicon Sensor", dem Verein und seinem Standort damals ernsthaft verbunden, räumte beim Auswärtsspiel in Babelsberg im März 2008 die gemietete Brustfläche, um sie für "ProAF" freizugeben, das Motto, unter dem man den unbedingten Erhalt der Alten Försterei propagierte.
Die traditionsreiche Spielstätte war dringend sanierungsbedürftig und stand immer wieder im Fadenkreuz. Ohne "ProAF", chon Anfang des Jahrtausends als Reaktion auf Umsiedlungspläne unter Präsident Bertram entstanden, würde es Berlins größtes Fußballstadion heute ganz sicher nicht mehr geben. Erst im Frühjahr 2008 wurden die Weichen gestellt, um schließlich dann mit Hilfe der Fans diesen ganz wichtigen Teil der Vereinsidentität herzurichten. Und diese Spiel war ein wichtiger Beitrag.
Tun wir
Die Do You Football - Jahre

- (138) Das rote Heimtrikot
- Foto: Union-Programm
In die Spielzeit 2008/09 ging der 1.FC Union Berlin mit einem neuen Ausrüster. Die norddeutsche Teamsportmarke "Do You Football" war ein Tochterunternehmen der Miles Fashion Group aus Norderstedt und mit dem Anspruch angetreten, ein besonderer Ausrüster für besondere Vereine zu sein. Zum Konzept des Ausrüsters gehörten individuelle Trikots für jeden vertraglich gebundenen Verein und ein Fanshoppreis, der in etwa bei der Hälfte des Preises eines Trikots der großen Marktführer lag.

- (139) Das schwarze Auswärtstrikot
- Foto: Union-Programm
DYF hatte als erstes den FC St.Pauli unter Vertrag genommen und stieg dann nacheinander beim 1.FC Kaiserslautern, dem FC Augsburg, dem VfL Bochum un dem 1.FC Union Berlin ein.
Für den 1.FC Union lieferte man ein rotes Heimtrikot, ein schwarzes Auswärtstrikot und ein gelbes Ausweichtrikot. Alle drei wahren tatsächlich individuell und in dieser Form nur beim 1.FC Union zu dinden. Außerdem hatte man sich ein paar nette Extras einfalle lassen, wie z.B. die Tatsache, dass das Vereinszeichen tatsächlich wieder als Aufnäher auf dem Hemd befestigt war.

- (140) Das gelbe Ausweichtrikot
- Foto: Union-Programm
War das schwarze Auswärtstrikot letztlich eine Reaktion auf immer wieder aus Fankreisen aufgekommene Wünsche, so blieb das gelbe Leibchen ein seltsamer Gimmick, der aber angesichts anderen Ausweichtrikot-Verfehlungen der vergangenen und kommenden Spielzeiten zu verschmerzen blieb.

- (141) Das rote Meistertrikot
- Foto: Union-Programm
Das Geschäft von Do You Football funktionierte über den Verkauf von Trikots an Fans. Das Angebot von Teamsportkollektionen ohne Verbindung zu einem Profiverein blieb im Angebot des Herstellers eine unbedeutende Nische. Insofern war es logisch, das man sich beim Ausrüster die Tatsache, das der 1.FC Union eine überaus erfolgreiche Saison spielte, nicht entgehen lassen wollte. Nachdem man den Aufstieg in die 2.Bundesliga vorzeitig gesichert hatte, spielte man die letzten Spiele in speziellen Meistertrikots. Diese Trikot wurden dann nach der Saison "Matchworn" versteigert.

- (142) Hüzeyfe Dogan ist Meister
- Foto: www.unveu.de
Zu erkennen waren sie an den goldenen Rückennummern, zusätzlich gab es auf der Vorderseite zwischen Ausrüster- und Vereinszeichen einen sogenannten Meisterstick, ebenfalls in goldenen Buchstaben stand dort: "2008 / 2009 - Erster Meister der 3.Liga - u.n.v.e.u.
Die Meistertrikots gab es nur in Rot (141) und Schwarz (142).

- (143) Heim-Trikot 2009/10 mit ISP-Werbung
- Foto: Union-Programm
In die Saison 2009/10 ging man mit einem schlicht schicken weißen Trikot mit roten Applikationen (143), dazu gab es einen grauen Ausweichpyjama (144). Die Brust schmückte das Logo der "ISP", eines bis dato völlig unbekannten Sportvermarkters und Müllentsorgers, der sich bei Union vom ehemaligen Union Trainer Dieter Fietz vertreten ließ und in den Jahren bis 2014 insgesamt 10 Millionen € in den Verein pumpen wollte. Ein Quantensprung für den Verein, der zudem immer noch bei Michael Kölmel in der Kreide stand.

- (144) Auswärtstrikot mit ISP-Werbung
- Foto: Union-Programm
Dazu kam die Ankündigung, dass bald auch hochtalentierte Spieler aus dem ISP-Pool in diesem Trikot auflaufen würden.
Oder auch in einem anderen, denn im ersten Spiel der Saison trug man in Oberhausen das aus der letzten Saison bekannte gelbe Leibchen, nun natürlich auch mit ISP auf der Brust. Ach ja, richtig - man hatte ja auch gar kein Ausweichtrikot vorgestellt.
ISP war ein Windei.
Ein ganz übles Windei mit schlechtem Geruch.

- (145) Das alte Gelbe mit neuer Werbung
- Foto: Union-Programm
Abgesehen davon, dass das Geschäftsgebaren gelinde gesagt etwas kreativ wirkte, abgesehen davon, dass sich Herr Fietz zwischenzeitlich nicht ganz sicher war, aus welchem Emirat er und sein Geldgeber denn nun eigentlich kämen, fehlte der entscheidene Beruhigungsfaktor: es floss kein Geld. Oder jedenfalls nicht annähernd soviel, wie vorher zugesagt war.

- (146) Frei!
- Foto: Union-Programm
Als sich dann auch noch ein leitendes ISP-Mitglied in Stasigeschichten verwickelte, war der Drops gelutscht, und Union löste den Vertrag auf. In die anstehene Freundschaftspartie gegen Bayern München ging man mit einem stolzen "Frei!"-Aufnäher über der alten Werbung (146), auf den Rängen sah man Trikots mir herausgeschnittenen "ISP"-Logos, etwas ähnliches hatte man zuletzt 1989 geshen, als man in in den osteuropäischen Ländern die sowjetisch geprägten Staatssiegel wieder aus den Landesfahnen schnitt.

- (147) Trikot mit Balken
- Foto: Union-Programm
So einfach funktioniert das aber nicht im deutschen Profifußball. Weil der "Frei!"-Aufnäher nicht genehmigt war, verboten die Wächter des Tages und der Nacht diesen Brustaufdruck, und der Verein lief ersteinmal mit blanker Brust auf. Beziehungsweise hatte man beim schon bekannten gelben Auswärtsleibchen einen inhaltsleeren roten Balken auf die Brust genäht (147), das weiße war dann tatsächlich leer (148).

- (148) Das leere Weiße
- Foto: Union-Programm

- Foto: Union-Programm
- (149) John Jairo Mosquera
Es dauerte mehrere Wochen, bis der Verein einen neuen Hauptsponsor präsentieren konnte. Schließlich sprang mit "KFZ-Teile24" ein, genau, KFZ-Teile-Händler aus dem Co-Sponsorenumfeld ein. Es gab also wieder ein neues weißes Trikot, und dieses graue Dingsda wurde auch wieder beflockt.

- (150) Schlafgut mit Kfz24
- Foto: Union-Programm
Im Februar 2010 präsentierte sich die Mannschaft dann im neunten (!) Trikot der Saison. Wobei der Begriff "Trikot" hier etwas danebengreift, scheint es sich doch offensichtlich um eine Kleiderspende des Schiedsrichterverbandes zu handeln, die mit ein paar Aufnähern "unionisiert" wurde.

- (151) Dominic Peitz im Februar 2010
- Foto: Union-Programm

- (152) Das Heimtrikot mit dem Fernsehturm
- Foto:Union-Programm
Im Sommer 2010 präsentierte Ausrüster "Do You Football" eine Webseite, auf der eine Reihe potentieller Uniontrikots abgebildet war. Man wollte jeden Tag eines entfernen und das übriggebliebene dann zünftig präsentieren. Am zweiten oder dritten Tag rutschte dem Praktikanten in der DYF-Zentrale offensichtlich die Maus aus, und alle die es interesierte, konnten jetz schon sehen, was eigentlich noch verborgen bleiben sollte: das neue Union-Trikot - war rot! Und es hatte einen Fernsehturm auf der Brustseite (152). Warum man ausgerechnet dieses "Berlin - Hauptstadt der DDR"-Souvenir auf das eiserne Leibchen flockte, bleibt das Geheimnis der offensichtlich Berlin-fremden Designer. Wenigstens blieb dem geneigten Fan der Aufdruck “Die Telespargels" auf der Rückseite erspart. In der Alten Försterei erhitzten sich die Gemüter aber merkwürdigerweise aber am Auswärtstrikot (153).

- (153) Das grüne Auswärtstrikot
- Foto: Union-Programm
Dieses war grün, und da weiß ja nun wirklich gar keiner, warum. Die Assoziationskette enthielt vermutlich Begriffe wie "Wuhlheide" und "Försterei". Andererseits war es halt das Auswärtstrikot und optisch sonst auch nicht schmerzhaft. Zum Verhängnis wurde ihm dann auch eher sein Inhalt. Die Träger nämlich spielten auswärts so schlecht, dass man sich irgendwann entschloss, den Pyjama aus der letzten Saison aus der Kiste zu holen. Damit spielte ein paarmal gut, dann wieder schlecht, aber nun hatte man nix mehr zum Wechseln und zog die ganze Geschichte einfach durch.
Eulen nach Berlin
Der Uhlsport-Vertrag

- (154) Das erste Uhlsport
- Union-Programm

- (155) Das weiße Uhlsport
- Union-Programm

- (156) Das schwarze Uhlsport
- Union-Programm