Marius BÜLTER

Geboren am:
29.03.1993
Im Verein:
2019 - 2021
Vor Union:
1.FC Magdeburg (2018/19), SV Rödinghausen (2014-18), SuS Neuenkirchen (2013/14), Eintracht Rheine (2011-13), Preußen Münster (2009-11), Brukteria Dreierwalde (-09)
Erstes Spiel für Union:
11.08.2019, VfB Germania Halberstadt - 1.FC Union Berlin 0:6
Letztes Spiel für Union:
22.05.2021, 1.FC Union Berlin - RasenBallsport Leipzig 2:1
Nach Union:
Schalke 04 (2021-)
Nationalität:
Deutschland
Marius Bülter
Foto: Stefanie Fiebrig
Linker Stürmer
EinsätzeKartenTorerfolge
Spiele:64 Rote Karten:0 Tore:8
Eingewechselt:25 Gelb-Rote Karten:0 Elfmeter:0 (0)
Ausgewechselt:24 Gelbe Karten:2
Saison Einsätze E. A. R. GR.G.Tore Elfm.
15
Bundesliga 2019/20 32 (34) 4 16 0017 0 (0)
DFB-Pokal 2019/20 4 (4) 2 1 0000 0 (0)
Bundesliga 2020/21 26 (34) 18 6 0011 0 (0)
DFB-Pokal 2020/21 2 (2) 1 1 0000 0 (0)

Als an jenem Augustabend 2019 die Unionspieler auf ihre wohlverdiente Ehrenrunde gingen, um sich für den ersten Bundesligasieg der Vereinsgeschichte feiern zu lassen, war der knapp zwanzig Minuten vor Spielschluss ausgewechselte Marius Bülter vielleicht am Gipfel jenes kometenhaften Aufstiegs, der ihn binnen zwei Jahren von der Regionalliga in die Bundesliga geführt hatte.

In Münster hatte man einst entschieden, dass das Offensivtalent zu schmächtig für die Ambitionen des großen SC Preußen sei und ihn nicht ins zweite A-Jugendjahr übernommen. Der Heranwachsende hat daraufhin vernünftigerweise die Profikarriere hintangestellt und sich dem Studium des Maschinenbaus gewidmet. Nebenbei hatte er im Amateurfußball gekickt und jetzt ließ er sich für die beiden Tore feiern, mit denen er Borussia Dortmund fast im Alleingang besiegt hatte.

Sowieso war der Außenstürmer ein ganz wichtiger Baustein in Unions Premierensaison in der Bundesliga und so etwas wie der Shooting-Star. Der neben dem Platz bescheiden und zurückhaltend wirkende Bülter war auf dem Feld ein nimmermüder Läufer, sprint- und schussstark, der für die Überlebensstrategie der sportlichen Führung wie gemalt schien.

Gemessen an dieser ersten Spielzeit fiel die zweite dann doch etwas ab. Da kam dann einiges zusammen: Union wollte in der neuen Saison spielstärker agieren und kaufte im Offensivbereich dementsprechend ein. Bülter selbst war von Erkrankungen gehandicapt und konnte sich der Konkurrenz auch deswegen nicht mit voller Kraft erwehren. Und so schien, faszinierend genug, dem sympathischen Blondschopf am Ende die Funktion des Leistungsträgers beim frischgebackenen Zweitligisten Schalke 04 attraktiver als die des Ergänzungsspielers beim Bundesligisten von der Alten Försterei.

Es war uns ein Vergnügen.