Georgi “Der General” WASSILEV

Geboren am:
09.08.1946
Amtszeit von:
01.07.1999 - 12.10.2002
 
13.12.2005 - 05.04.2006
Spielerkarriere:
Etar Veliko BUL (1969-77), Marek Dupnitsa BUL (1968/69), FC Sliwen BUL (1967), Radomir BUL (1961-65)
Trainer vor Union:
Levski Sofia BUL (10/2003-12/03), Nea Salamis Famagusta CYP (2003), Lokomotiv Sofia BUL (07/1998-06/99) , ZSKA Sofia BUL (1996-98), Anorthosis Famagusta CYP (1995/96), Levski Sofia BUL (1993-95), Etar Tarnovo BUL (1989-93), Co-Trainer Nationalmannschaft Bulgarien (WM 1986), Etar Tarnovo BUL (1981-86), Co-Trainer Etar Tarnovo BUL (1979-81), Levski Strazhitsa BUL (1977-79)
Erstes Spiel für Union:
07.08.1999, FC Rot-Weiß Erfurt - 1.FC Union Berlin 0:1
Letztes Spiel für Union:
31.03.2006, SV Yesilyurt 1973 Berlin - 1.FC Union Berlin 0:1
Trainer nach Union:
Naftex Burgas BUL (2006), Botev Plovdiv BUL (2006-), APO Levadiakos GRE (07/2007-03/08), PFK Nessebar BUL (01/2010-06/10), Tschernomoretz Burgas BUL (03/2011-11), Etar Veliko Tarnovo BUL (2015, 08/2016-12/16)
Nationalität:
Bulgarien
Georgi Wassilev
Foto: Union-Programm
 
Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
143 81 35 27 278 1,94
 
Saison Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
Regionalliga Nordost 1999/2000 33 22 8 3 74 2,24
Paul-Rusch-Pokal 1999/2000 4 3 1 0 10 2,50
Aufstiegsrelegation 2000 4 1 2 1 5 1,25
Regionalliga Nord 2000/01 36 21 10 5 73 2,03
DFB-Pokal 2000/01 6 4 1 1 13 2,17
Paul-Rusch-Pokal 2000/01 6 5 0 1 15 2,50
2.Bundesliga 2001/02 34 16 8 10 56 1,65
DFB-Pokal 2001/02 3 2 0 1 6 2,00
UEFA-Pokal 2001/02 4 1 2 1 5 1,25
2.Bundesliga 2002/03 8 3 2 3 11 1,38
DFB-Pokal 2002/03 1 1 0 0 3 3,00
NOFV-Oberliga Nord 2005/06 3 2 1 0 7 2,33
Oddset-Cup 2005/06 1 0 0 1 0 0,00

"Der General" war ein ausgesprochener Glücksfall für den Verein. Nach dem überraschenden Rücktritt von Fritz Fuchs mehr oder minder zufällig in die Alte Försterei gekommen, stellte er, finanziell gut ausgestattet, die bis dato wohl spielstärkste Mannschaft zusammen, die die Farben des 1.FC Union je vertrat. Der Aufstieg in die 2.Bundesliga und der Einzug in das DFB-Pokalfinale und den UEFA-Cup waren die Höhepunkte dieser Ära, es folgte noch ein mehr als passables Jahr im Profifußball, bevor dann schon wieder alles vorbei war.

Schon gegen Ende der Saison 2001/02 begann es zwischen Wassilev und Präsident Bertram zu kriseln, der Bulgare fühlte die in der Öffentlichkeit ausposaunten Ziele des Verein nicht durch entsprechendes Spielermaterial unterfüttert. Im Herbst 2002 ging dann alles ganz schnell: Wassilev kündigte seinen Abschied zu Saisonende an, die Mannschaft leistete sich eine kosmische Schlappe beim 0:7 in Köln, der Trainer trat einen Kurzurlaub an und wurde noch in diesem entlassen.

Ein unrühmliches Ende seiner ersten Amtszeit.

Seine zweite stand nicht annähernd unter einem solch gutem Stern wie sein erstes Erfolgsengagement. Abgestürzt in die Oberliga und dort nicht der erhoffte Souverän, unzufrieden mit Frank Lieberam, hatte die Vereinsführung den Bulgaren zurück an die Alte Försterei geholt. Rückholaktionen hatten damals gerade Konjunktur und waren bei Spielern auch recht erfolgreich abgelaufen, der ebenfalls zurück ins Boot geholte Ausrüster sollte den Erfolgstrainer finanzieren.

Der General, nun nicht gerade ein Viertligatrainer, zeigte sich von Liga und Spielermaterial aber mehr als negativ überrascht und laut Präsidium auch latent arbeitsunlustig, so dass man ziemlich schnell die Reißleine zog. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde Wassilev gefeuert uns statt seiner der Trainer des härtesten Aufstiegskonkurrenten MSV Neuruppin, Christian Schreier, verpflichtet.