Uwe NEUHAUS

Geboren am:
26.11.1959
Amtszeit von:
01.07.2007 - 12.05.2014
Spielerkarriere:
Wattenscheid 09 (1989-95), BVL Remscheid (1988/89), RW Essen (1984-88), SpVgg Erkenschwick (1983/84), VfL Winz-Baak, TuS Hattingen
Trainer vor Union:
RW Essen (04/2005-11/06), Borussia Dortmund II (07/2004-04/05), Borussia Dortmund (Co-Trainer; 07/1998-06/04), VfB Hüls (07/1997-06/98), Wattenscheid 09 II (07/1993-06/94)
Erstes Spiel für Union:
28.07.2007, 1.FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf 0:1
Letztes Spiel für Union:
11.05.2014, 1.FC Union Berlin - TSV München von 1860 1:1
Trainer nach Union:
Dynamo Dresden (07/2015-)
Nationalität:
Deutschland
Uwe Neuhaus
Foto: unveu.de
 
Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
266 113 71 82 410 1,54
 
Saison Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
Regionalliga Nord 2007/08 36 17 9 10 60 1,67
DFB-Pokal 2007/08 1 0 0 1 0 0,00
Berliner Pilsner-Pokal 2007/08 6 5 1 0 16 2,67
3.Liga 2008/09 38 22 12 4 78 2,05
Berliner Pilsner-Pokal 2008/09 7 6 1 0 19 2,71
2.Bundesliga 2009/10 34 11 11 12 44 1,29
DFB-Pokal 2009/10 1 0 0 1 0 0,00
2.Bundesliga 2010/11 34 11 9 14 42 1,24
DFB-Pokal 2010/11 1 0 0 1 0 0,00
2.Bundesliga 2011/12 34 14 6 14 48 1,41
DFB-Pokal 2011/12 1 0 1 0 1 1,00
2.Bundesliga 2012/13 34 13 10 11 49 1,44
DFB-Pokal 2012/13 2 1 0 1 3 1,50
2.Bundesliga 2013/14 34 11 11 12 44 1,29
DFB-Pokal 2013/14 3 2 0 1 6 2,00

Ging die Entwicklung abwärts? Oder kam man nur nicht mehr so schnell voran , wie in den Jahren zuvor? Vielleicht war man zum Ende hin auch einfach nur müde.

Uwe Neuhaus hatte den Verein 2007 in einer etwas unklaren Situation übernommen, die sportlich tiefste Talsohle der Vereinsgeschichte war in den Jahren zuvor durchschritten worden und es war nicht klar, wohin der Weg führen würde. Unter dem neuen Trainer gelang, wie dringend erhofft, die Qualifikation für die neu entstandene 3.Liga, ein Jahr darauf überraschend der Aufstieg in die 2.Bundesliga. Die umfangreichen und erfolgreichen Gestaltungsarbeiten, die unter Präsident Dirk Zingler im Verein stattfanden, wären ohne die parallele sportliche Erfolgsgeschichte unter Neuhaus kaum denkbar gewesen. Der Trainer mutierte im Laufe der Jahre zum sportlich Alleinverantwortlichen, der Verein etablierte sich im Unterhaus des deutschen Profifußballs, mit dem EisernLab schuf man eine innovative und deutschlandweit beachtete Analyseabteilung.

Aber an der Spitze ist die Luft dünner und die Erfolgskurve begann abzuflachen. Parallel dazu begann der Trainer in der Öffentlichkeitsarbeit einige Eigenarten zu kultivieren, die ihn schon seit Beginn seiner Amtszeit auszeichneten. Neuhaus wurde immer abweisender, arbeitete mit einem kleinen, aber stabilen Werkzeugkasten von Worthülsen und lieferte sich alberne Kleinkriege mit örtlichen Journalisten.

Drei Jahre lang traute man Neuhaus den nächsten Schritt zu. Drei Jahre lang gab es immer wieder Phasen, in denen man dem Durchbruch nahe schien, in denen die Mannschaft mitunter dominierenden Fußball zeigte. Aber immer wieder fiel man in alte Muster zurück und pegelte sich am Ende jeweils im Mittelfeld der 2.Bundesliga ein. Am Ende schienen verschiedene Dinge einfach nicht mehr so zu funktionieren. Oder vielleicht war der Blickwinkel auch einfach ein anderer. Unions Rekordtrainer war Neuhaus längst, aber in seiner Schlussphase schien man nur noch den Trainer mit den meisten Niederlagen zu sehen.

Mitten in der dritten unbefriedigend verlaufenden Rückrunde hintereinander verkündete der Verein das Aus. Als Neuhaus sich am letzten Spietag vor vollem Haus an der Alten Försterei verabschiedete, erinnerte nur wenig an seinen Dienstbeginn sieben Jahre zuvor.