Sascha LEWANDOWSKI

Geboren am:
05.10.1971
Gestorben am:
08.06.2016
Amtszeit von:
02.09.2015 - 22.02.2016
Spielerkarriere:
VfR Sölde (-94), Eintracht Dortmund (1976-)
Trainer vor Union:
Bayer Leverkusen (U19 2007–04/12, Cheftrainer 04/2012-06/13 04/2014-06/14, Nachwuchs-Cheftrainer 2013-08/15), VfL Bochum (U17, U19 2003-06, II.Mannschaft 2006-12/06), Wattenscheid 09 (U17 07/1996-), Eintracht Dortmund (Jugend, 07/1990-06/96)
Erstes Spiel für Union:
12.09.2015, Karlsruher SC - 1.FC Union Berlin 0:3
Letztes Spiel für Union:
19.02.2016, RasenBallsport Leipzig - 1.FC Union Berlin 3:0
Trainer nach Union:
-
Nationalität:
Deutschland
Sascha Lewandowski
Foto: unveu.de
 
Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
17 6 5 6 23 1,35
 
Saison Spiele gewonnen unentschieden verloren Punkte PPS
2.Bundesliga 2015/16 17 6 5 6 23 1,35

Als hätte man König Midas verpflichtet.

Nach der Demission des eher ungeliebten Norbert Düwel holte Union nicht einfach irgendeinen Trainer, sondern mit Sascha Lewandowski den gefühlt heißesten Scheiß am deutschen Trainerhimmel. Und plötzlich fühlte sich alles anders an. Bei etwa gleicher Punktausbeute wie sein Vorgänger, vermochte es Lewandowski deutlich besser, seine Arbeit zu verkaufen. Der "emotionale Neustart", den man mit der Verpflichtung Düwels ausgerufen hatte, trat mit Verspätung jetzt ein. Der Charme und die Eloquenz Lewandowskis hielten alle gefangen. Es herrschte eine spürbare, durch die immer noch mageren Ergebnisse nicht zu begründende Euphorie. In der Winterpause, seiner ersten Transferperiode, schaffte es der Trainer, die Mannschaft auf einigen wenigen Positionen deutlich zu verstärken, man sah sportlich wieder Land, bei den Feierlichkeiten zum 50.Jahrestag des Vereins stand Lewandowski buchstäblich in einer Reihe mit Hans Meyer, Georgi Wassilev und Heinz Werner und wurde mit diesen gefeiert.

Von den Dämonen des Trainers ahnte damals niemand etwas. Und so war es eine schockierende Überraschung, als der Übungsleiter Ende Februar zuerst mit einer kurzen Meldung krank gemeldet wurde, um wenig später aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten ganz aufzugeben. Ein knappes Vierteljahr später nahm sich Sascha Lewandowski das Leben, die Nachrichten, die die Umstände seines Suizids begleiteten, waren zutiefst beunruhigend.

Möge er in Frieden ruhen.